Vor 35 Jahren gegründet, befindet sich die Schröder Maschinenbau KG in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochburg der deutschen Fleischproduktion, die, grob gesagt, in Westfalen beginnt und sich bis hoch nach Oldenburg zieht. Das Unternehmen entwickelt, konstruiert und fertigt Maschinen für das automatisierte Pökeln und Marinieren von Fisch, Schweine- und Geflügelfleisch sowie Anlagen zur Lakeaufbereitung.
Beim automatisierten Pökeln und Marinieren geht es vor allem um eine möglichst hohe Produktivität in Verbindung mit der Sicherung einer hohen Qualität der Produkte. Während beim traditionellen handwerklichen Pökeln die Salzlauge pro Tag nur etwa einen Zentimeter ins Fleisch diffundiert, bringen geschickt installierte Nadelinjektoren die würzige Salzlake in bester Verteilung sekundenschnell ins Fleisch beziehungsweise in den Fisch.
Aus den Schlachtbetrieben wird das Fleisch in 600 Liter großen Behältern in die Verarbeitungsbetriebe geliefert und dort in Transportbehälter aus Edelstahl gekippt. Vereinzelt gelangen die Fleischstücke über Z-Förderer auf das Zuführband des Injektors. Abführbänder fördern das Fleisch vom Injektor zur weiteren mechanische Bearbeitung. Dazu gehören Verfahren wie Steaken, Schneiden und Pressen. Anschließend saugen die Massieranlagen das weiter zu behandelnde Fleisch in sich hinein. Der Massierprozess fördert den Eiweißaufschluss innerhalb des Muskels, zugleich erfolgt eine gleichmäßige Verteilung der injizierten Lake. Verkettet durch diverse Förderer, folgen die Stationen Befüllen der Kunstdärme, Kochen und Verpacken.
Seit einiger Zeit nutzt Schröder GV-Trommelmotoren mit aufgesetzten Kettenrädern von Van der Graaf sowohl für den Antrieb der Kunststoffgliedergurte in den Z-Förderern als auch für alle anderen modularen Förderbänder. Dazu fräst Van der Graaf Nuten in den Trommelmantel. Anschließend werden Kettenräder auf den Trommelmantel gedrückt und mit Madenschrauben fixiert. Die Gurte der Förderer vor den Max-3-Massierapparaten tragen auf der Laufseite Stollen, sodass sich das Band durch den Formschluss präzise bewegt. Je nach Einsatzfall können die auf den Mantel aufgesetzten Kettenräder auch aus Edelstahl sein. Auf diese Weise sichern die GV-Trommelmotoren eine zuverlässige und präzise Bandmitnahme.
Im Veredlungsprozess werden Rohfleisch bzw. Fisch direkt auf die lebensmitteltauglichen Kunststoffgliedergurte zu und durch die Anlagen gefördert. Entsprechend der gesetzlichen Hygienevorschriften sind die Anlagen, einschließlich der Fördertechnik, spätestens nach jeder Schicht zu reinigen und zu desinfizieren. Das heißt, alle Anlagen werden mit scharfen, zum Teil chlorhaltigen Laugen gereinigt. Selbst das Wasser von Dampfstrahl- und Hochdruckreinigungsgeräten darf nicht ins Innere der Motoren eindringen. Die Förderbänder nach den Injektoren sowie die folgenden Veredlungsanlagen müssen darüber hinaus auch den Angriffen der Salzlake widerstehen.




