Bei der Fleisch- und Wurstverarbeitung sind Hygiene und eine vorschriftsmäßige Kühlung absolute Produktionsvoraussetzungen. Beide Kriterien müssen penibel erfüllt sein. Deshalb – und wie das folgende Beispiel zeigt – auch wegen der oft schwierigen Messbedingungen – eignet sich für die Durchflussmessung das Ultraschallverfahren in ganz besonderer Weise: Die Schröter GmbH, Borgholzhausen, ein ostwestfälischer Fleisch- und Wurstwarenhersteller, wollte eine genaue Istaufnahme des Zustands der bestehenden Kühlanlagen. Sehr eng übereinander und nebeneinander liegende Führungen von Rohren mit einem Nenndurchmesser zwischen DN 25 bis DN 150 ließen den Einbau stationärer Messstellen nicht zu. Die Lösung bot das Ultraschallmessverfahren mit dem transportablen Durchflussmesser PT868 von Panametrics. Aufgabe war, genau festzustellen, welche Mengen einer Sole aus Wasser und Glycol in welcher Richtung mit welcher Temperatur fließen. In dem in der Abbildung dargestellten Anlagenteil einer Schnellkühlkammer wird zum Beispiel Bratwurst von einer Ausgangstemperatur von 75 °C in nur 30 Minuten auf 50 °C heruntergekühlt. Der schnelle Kühlprozess muss dabei unbedingt gesichert sein, um die Wurstqualität zu sichern.
Da es weder einen Anlagenstillstand zum Einbau von Sensoren geben sollte, noch ein Hygienerisiko auftreten durfte, entschied sich der Wurstwarenhersteller aus vier Gründen für die Ultraschall-Durchflussmesser PT868:
• Die Messgeräte besitzen keine medienberührten Teile. Die beiden Messköpfe werden von außen auf die Rohrleitungen, in denen das zu messende Medium fließt, aufgespannt. Das heißt, die Messstelle lässt sich blitzschnell auch nachträglich einrichten. Die hundertprozentige Reinigung der Leitungen ist auch weiterhin gewährleistet, da sich durch diese Art der Sensormontage keine Toträume in den Leitungen bilden können.
• Die einfache Installation des Messsys-tems spart Zeit und Kosten. Die Durchflussmessung wird mit dieser Technik auch dort möglich, wo – wie im vorliegenden Fall – andere Systeme aus Platzgründen oder aufgrund der nicht ausreichenden Ein- und Auslaufstreckenlängen erst gar nicht installiert werden können.
• Die Ultraschallgeräte sind wartungsfreundlich. Sie haben keine mechanisch bewegten Teile, die verschleißen könnten oder die im Lauf des Messeinsatzes durch Abrasion zu Ungenauigkeiten führen. Außerdem entfällt jeglicher Kalibrieraufwand.
• Die hohe Dynamik über den gesamten Messbereich gestattet es, mit einem einzigen Gerät – statt mehrerer auf die jeweilige Belastung ausgelegter Messsys-teme – eine gesamte Anlage durchflussmesstechnisch komplett zu erfassen. Mit der Möglichkeit, in Rohrnennweiten von 12 mm bis 5 m sogar fließrichtungsunabhängig zu messen, ist eine weit höhere Flexibilität als bei anderen Systemen gegeben.




