Die von der Firma Paul Craemer eigens nach den EHI-Anforderungen entwickelte Kunststoffpalette ist heute aus der Fleischbranche nicht mehr wegzudenken. Sie entspricht allen Standardanforderungen der Branche und weist viele Vorteile auf. Sie ist kompatibel zu den Kästen E1 bis E4 und gewährleistet eine gute Einsetzbarkeit und Stabilität bei allen innerbetrieblichen Temperaturen, sei es im Kühlhaus oder im Warmbereich, selbst unter extrem mechanischer und thermischer Beanspruchung. Das bedeutet auch, dass sie sowohl im Hochregal als auch in allen automatisierten Förder- und Lagersystemen verwendet werden kann.
Die gute Einsetzbarkeit der Euro H1-Palette in der Praxis resultiert aus der hohen Umlaufgeschwindigkeit, der die Kunststoffpalette Stand halten muss. Mit der Euro H1 kommt es trotz der starken Beanspruchung zu wesentlich weniger Ausfällen als bei der Holzpalette oder bei anderen Kunststoffpaletten. Die Euro H1-Kunststoffpaletten werden aus hygienischen Gründen sowohl innerbetrieblich als auch zum Versand an die weiterverarbeitende Industrie, den Handel und Großhandel eingesetzt. Die Waren werden fast ausschließlich in den palettenkompatiblen E-Kästen transportiert. Das System E-Kasten und die Euro-H1-Palette, die durch die Arretierungskanten eine sehr gute Ladungssicherheit bietet, hat sich bewährt.
Die internationale Lebensmittelfachspedition Kraftverkehr Nagel aus Versmold hat vorrangig für den Transport von Fleisch- und Wurstwaren mittlerweile mehr als 50 000 Euro-H1-Paletten im Einsatz. Der Ladungsträger hat sich laut Manfred Dolge, Leiter der Zentralen Ladehilfsmittelabteilung bei Deutschlands größtem Lebensmittellogistiker, „komplett etabliert und ist aus unserem Unternehmen nicht mehr wegzudenken”. Kraftverkehr Nagel ist Deutschlands Nummer eins für Dienstleistungen in der temperaturgeführten Lebensmittellogistik. Das Unternehmen bietet neben nationalen und internationalen Transportdienstleistungen auch Lagerhaltung, Kommissionierung und Konfektionierung sowie individuelle Zusatzdienstleistungen an.
Zunächst war man jedoch bei Kraftverkehr Nagel der Kunststoffpalette Euro H1 kritisch gegenüber eingestellt: Anfang der 90er Jahre forderten Industrie und Handel einen standardisierten Palettenladungsträger, der in puncto Hygiene und Qualität einem sehr hohen Anforderungsstandard entsprechen sollte. Der Kunststoffpalettenhersteller Paul Craemer reagierte hierauf und präsentierte 1993 die Euro H1. Diese Palette erhielt die Anerkennung des EHI, dem Europäischen Handels-Instituts, und wurde mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit zertifiziert.
Als Marktführer im Bereich der temperaturgeführten Lebensmittellogistik musste Kraftverkehr Nagel diese Entwicklung aufgreifen, obwohl man zunächst die Empfehlung des EHI nur sehr verhalten aufgenommen hatte. Denn gerade im Hinblick auf die hygienische Unbedenklichkeit des Euro H1 war man im Hause Kraftverkehr Nagel skeptisch eingestellt, da dieser neuer Palettentyp viele Öffnungen und Kanten aufweist – nichts an ihm ist rund und glatt. Entgegen den bisher im Umlauf befindlichen Kunststoffpaletten weist das Palettendeck der Euro H1 kein Hohlkammersystem auf. Entscheidender Vorteil dieser Konstruktion ist, dass mögliche Haarrisse oder Beschädigungen an der Deckenoberfläche zu keiner Kondensatbildung und Keimverschleppung führen können. Die Euro H1 ist also absolut bakteriologisch unproblematisch, damit hygienisch unbedenklich und in herkömmlichen, handelsüblichen Waschanlagen leicht zu reinigen.




