Der Markt für pflanzliche Fleischersatzprodukte wächst weiter – und mit ihm die Vielzahl an innovativen Produktideen. Coperion bietet Komplettsysteme vom Rohstoffhandling bis zur Extrusion der alternativen Proteine. Stefan Gebhardt, General Manager Sales & Strategy Business Unit Food & Pharma bei Coperion, erklärt, wie mit der richtigen Technologie eine Vielzahl an Möglichkeiten offensteht.
Herr Gebhardt, wie entwickelt sich der Markt für pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte?
Stefan Gebhardt: Weltweit wird nach wie vor eine weitere positive Entwicklung des Marktes für pflanzenbasierte Ersatzprodukte prognostiziert. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 wird ein Umsatzwachstum von 29,4 auf 161,9 Mrd. US$ erwartet (Quelle: Statista). Die Treiber dieser Entwicklung sind neben dem Wunsch, sich gesünder zu ernähren auch die Themen Klimaschutz, Tierwohl und die wachsende Weltbevölkerung.
Welche Trends erwarten uns?
Gebhardt: Aktuell sehen wir eine kleine Konsolidierungsphase auf dem Markt. In den vergangenen Jahren wurden intensiv neue Produkte entwickelt und hergestellt, die nun für die Verbraucher zur Verfügung stehen. Viele Firmen arbeiten an der Verbesserung der bestehenden Produkte. Es geht also weniger darum, bestehende Produktsortimente zu erweitern oder vom Wettbewerb zu kopieren, sondern mit Geschmack die Käufer zu überzeugen.
Welche Arten pflanzenbasierter Fleischalternativen gibt es?
Gebhardt: Die wichtigsten Vorprodukte aus pflanzenbasierten Proteinen sind TVP (Texturised Vegetable Protein, texturiertes Pflanzenprotein) und HMMA (High Moisture Meat Analogues, Fleischanaloga mit hohem Wasseranteil). TVP-Produkte sind getrocknete Pellets, kleine Flakes oder Chunks und müssen vor der Weiterverarbeitung und dem Verzehr mit Wasser angereichert werden. HMMA-Produkte enthalten viel Feuchtigkeit und weisen eine Textur auf, die der von Fleisch sehr ähnelt. Soja-, Erbsen- und Weizenproteine gehören aktuell zu den gängigsten Ausgangsprodukten für pflanzliche Fleischanaloga, aber es gibt noch eine ganze Reihe weiterer pflanzlicher Alternativen (z. B. Ackerbohnen oder Lupine), die möglich sind.
Was sind die wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg bei der Produktion pflanzenbasierter Fleischalternativen?




