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    Temperatursteuerung bei der Fleischveredelung
    Bildquelle nicht angegeben
    Fleischverarbeitung

    Temperatursteuerung bei der Fleischveredelung

    Fessmann produziert Anlagen zum Räuchern, Kochen, Braten, Backen und Kühlen die weltweit im Handwerk und in der fleischverarbeitenden Industrie im
    Veröffentlicht
    24. April 2025
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Fleischverarbeitung

    Herr Gabriel, wie beschreiben Sie die derzeitige Lage bei Fessmann?

    Denis Gabriel: Auch an uns ist in den vergangenen zwei Jahren die schwierige wirtschaftliche Lage nicht spurlos vorbeigegangen. Doch nun haben wir einen festen Sockel an Aufträgen wieder in den Büchern. Wir arbeiten mit vielen großen Playern in der fleischverarbeitenden Industrie zusammen, seien sie in Ostwestfalen oder in Norddeutschland beheimatet. Wenn Kunden Wurstwaren bei Kaufland, Edeka oder Rewe kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese mit einer Fessmann-Anlage veredelt wurden. Das stimmt uns hoffnungsvoll für die nächsten zwei Jahre. Wir blicken momentan recht positiv in die Zukunft.

    Was sind die Treiber für das Wachstum?

    Gabriel: Unser Exportanteil lag im Schnitt der letzten Jahre um die 80%. Nun haben wir zuletzt die 90%-Marke gesehen. Egal ob Angola, Mexiko oder Israel, unsere Anlagen sind weltweit gefragt. Natürlich sind dabei die gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes und die kulturellen Sitten und Gebräuche zu beachten. Das setzt eine gute Marktkenntnis und ein effizientes Projektmanagement voraus. Und da haben wir bei Fessmann die richtigen Leute an Bord.

    Wie sehen Sie die Zukunft der Branche?

    Gabriel: Früher hieß es stets: ‚Gegessen wird ja immer!‘. Das ist weiterhin richtig, aber man muss schon genauer hinschauen. Zunächst: Der Fleischkonsum wird weltweit weiter steigen. Davon bin ich überzeugt. Bei all unseren Prozessen richten wir den Fokus auf das Aroma und die Haltbarkeit. Und am Ende des Tages muss das fertige Produkt auch gut aussehen und somit vom Endverbraucher gekauft werden. Mit unseren Anlagen können wir die ganze Prozesskette abdecken. Dafür brauchen wir eine effiziente Steuerung und Überwachung, um Verschwendung zu minimieren. Und hier kommt auch die Jumo-Technik ins Spiel.

    Um welche Geräte handelt es sich im Speziellen?

    Gabriel: Wir setzen Jumo-Komponenten zur Temperaturmessung ein, unter anderem den Jumo Varitron 500 zur Ofensteuerung. Diese Komponenten sind in zahlreichen Fessmann-Öfen integriert. Beim Varitron 500 touch sind Zentraleinheit und Display in einem Gerät verbaut. Das Automatisierungssystem verfügt über die Schutzart IP69K und ist dadurch sehr robust und gut reinigbar. Die volle Konnektivität zu Systemen und Komponenten ist dank Unterstützung zahlreicher Feldbusprotokolle gegeben.

    Was schätzen Sie besonders an den Geräten?

    Gabriel: Neben einer intuitiven Bedienung und unterschiedlichen Benutzerebenen sind die Funktionen für die Erfüllung der Dokumentationspflicht zur Rückverfolgbarkeit für uns besonders wichtig. Die Chargendaten werden zusammen mit den Signalen der zugeordneten Messfühler und den Ereignismeldungen erfasst und können nachträglich ausgewertet werden. Auch die Anpassungen von Rezepturen ist einfach. Die Eingabe falscher Werte, die außerhalb definierter Grenzbereiche liegen ist von vornherein ausgeschlossen.

    Welche Trends sehen Sie in der Fleischbranche?

    Gabriel: Es ist bei uns in Deutschland noch bei vielen Verbrauchern in den Köpfen verankert: Gehe ich zum lokalen Metzger, erwarte ich 100% Rind oder Schwein in der Wurst. Erst nach und nach ändert sich diese Einstellung, wie ich festgestellt habe. Dazu hat auch sicherlich der Veggie-Trend der letzten Jahre beigetragen. Das führt auch dazu, dass das Angebot an hybriden Produkten zunehmen wird. Und auch wir erschließen t neue Märkte und kalibrieren die einzelnen Anlagen, nicht nur für „normales“ Fleisch, sondern auch für die Trocknung von Hundefutter.

    Was erwarten Sie von der IFFA?

    Gabriel: Von der IFFA erwarte ich sehr gute Gespräche. Die Branche spürt, dass es aufwärts geht. Das Thema Digitalisierung wird sicherlich auf der Messe ein große Rolle spielen. Ich freue mich auf langjährige Kunden, Lieferanten und Partner.

    Fessmann auf der Iffa: Halle 12.0, Stand C60

    Jumo auf der Iffa: Halle 8.0, Stand H60

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