Die Handtmann Maschinenfabrik versteht sich als Partner der Kunden und will zu einem festen Bestandteil im Lösungsprozess der vielfältigen Aufgabenstellungen werden. Mehrere Millionen Euro investierte Handtmann daher in die Erweiterung des Produktionsstandorts Biberach Nord und den Neubau eines Kundenforums. Die Investition wurde getreu der Überzeugung der Familie Handtmann realisiert, dass nur Innovationskraft und Entwicklungspotenzial ein Unternehmen zukunftsfähig machen. Nach nur knapp einem Jahr Bauzeit stand das Handtmann Forum. Es steht unter dem Anspruch „Raum für Dialog“ und ist in seiner Funktion als Vertriebs- und Kommunikationsplattform in erster Linie für den Austausch mit dem Kunden gedacht, für Vorführungen, Produktentwicklung, Präsentation von Projektierungen sowie Schulungen, Seminare und Fachtagungen. Das Gebäude bietet hierzu über 1200 m2 Grundfläche und mehr als 500 m2 Produktionsfläche. Die Produktionsfläche stellt einen voll ausgestatteten und EU-zertifizierten Fleischbetrieb dar mit geschlossener Hygienekette und Hygieneschleusen. Auch ein voll ausgestatteter Raum zur Brätvorbereitung ist vorhanden. Zudem bietet das Forum die Möglichkeit, jedes produzierte Produkt in einer professionellen Küche zuzubereiten. Weiterhin befinden sich im Gebäude Schulungs- und Besprechungsräume mit modernen Präsentations- und Schulungsmedien.
„Wir wollen mit dem Forum einen klaren Schritt auf unsere Kunden zugehen“, erklärt Thomas Neher, Vertriebsleiter der Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, den Zweck der Investitionen in dieses außergewöhnliche Bauprojekt. Die Fleischverarbeiter stünden unter einem hohen Druck. „Aktuell gibt es drei große Themen: der Kostendruck durch die Handelsketten, der Druck zur Differenzierung der Produkte und die Konzentrierung im Markt“, so Neher. „Neben dem Streben nach schnelleren, besseren, effizienteren Lösungen und letztlich niedrigeren Produktionskosten versuchen unsere Kunden, neue und differenzierte Produkte einzuführen, um Konkurrenzvorsprung gegenüber ihrem Wettbewerb zu kreieren und Produkte mit höherer Gewinnspanne in den Markt zu bringen.“ Jedoch nur eine von 100 Ideen wird laut Neher zu einem erfolgreich etablierten Produkt. Deshalb sind die Fleischverarbeiter sehr vorsichtig und zögerlich, in Entwicklung und neue Lösungen zu investieren. Sie suchen Partner, die professionelle Hilfe anbieten. Die große Herausforderung für Handtmann ist es, das Forum als Zentrum für Austausch und Kommunikation in der Branche zu etablieren.
Auf der IFFA 2010 präsentierte Handtmann innovative und komplexe Lösungen, mit denen sich Produkte und Produktion noch wettbewerbsfähiger gestalten lassen. Eine Lösung soll hier besonders hervorgehoben werden: der Prozessschritt des Abdrehens im ConProLink-System mit der Option zur vollautomatischen Würstchenproduktion bis zur Verpackung: das ConProTherm-System. Dies ist ein rationelles Komplettsystem für abgedrehte Brühwürste in VegaCasing mit direkter Entnahme der endbehandelten Produkte durch den Einlegeroboter 330 aus der thermischen Anlage einschließlich Gruppieren und Einlegen in die Verpackung. Die komplexe Prozesslösung besteht wahlweise aus dem ConPro-System 200 oder 400, dem System ConProLink 200 oder 400 mit der Funktion Abdrehen, einer thermischen Kochanlage der Firma Maurer-Atmos und dem Gruppiermodul 310, Gruppierband 322 sowie dem Einlegeroboter 330. Die Maschinen sind flexibel kombinierbar für verschiedene Einsatzfelder. Handtmann plant und installiert die gesamte Anlage aus einer Hand.




