Der Erfolg der modernen veganen oder vegetarischen Produkte liegt darin, dass sie dem Konsumenten trotz Verzichts auf Fleisch bekannte Geschmackserlebnisse und Texturen bieten. Längst haben diese pflanzlichen Alternativen das Nischendasein verlassen und qualitativ wie auch quantitativ ein mit ihren Vorbildern ebenbürtiges Niveau erreicht. Neben dem offensichtlichen Vorteil, dass kein Tier sterben musste, um die Rohstoffe für diese Produkte zu liefern, gibt es auch weitere gute Gründe für die veganen Produkte – unter anderem der CO2-Footprint.
Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht haben vegane Ersatzprodukte klare Vorteile. Sie enthalten deutlich weniger Fett und damit auch weniger Kalorien als ihre Pendants aus Fleisch. Somit tragen sie zu einer fettreduzierten Ernährung bei und helfen Adipositas zu vermeiden. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist inzwischen etwa jeder fünfte Deutsche fettleibig. In anderen europäischen Ländern ist die Prävalenz ähnlich hoch. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen reduzierten Fleisch- und Wurstverzehr von insgesamt maximal 300 bis 600 g pro Woche.
Eine Verringerung des Fettgehalts in veganen Produkten um 60 % lässt sich bei vergleichbarer Textur und gleichem Geschmack erreichen. Der Unterschied ist selbst für den Fachmann kaum zu bemerken. Darüber hinaus sind vegane Fleisch- und Wurstalternativen frei von Cholesterin.
Ein weiterer Pluspunkt: Es kommt nicht nur weniger, sondern auch gesünderes Fett bei veganen Fleischersatzprodukten zum Einsatz. Die Fettsäurezusammensetzung tierischer Fette unterscheidet sich deutlich von der pflanzlicher Fette. Während sich die im Schweinefett vorkommenden Triglyceride vorwiegend aus gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren (Mufas) zusammensetzen, ist in pflanzlichen Fetten ein höherer Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren vorhanden. Insbesondere den mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird eine gesundheitsfördernde Wirkung in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugesprochen. Somit wird durch den Austausch der gesättigten durch ungesättigte Fettsäuren das Fettsäureprofil des veganen Ersatzproduktes im Vergleich zu traditionellen Fleischerzeugnissen deutlich verbessert.
Dieser Austausch von Fettsäuren erfordert allerdings sehr viel Know-how. Denn ungesättigte Fettsäuren haben bekanntlich einen niedrigeren Schmelzpunkt und beeinträchtigen bei den üblichen Verzehrtemperaturen von Wurstwaren die Festigkeit des Produktes. Durch intensive Forschungsarbeit und Anwendung eines ausgefeilten Produktionsverfahrens ist es Hydrosol gelungen, Vollcompounds für die Herstellung von Fleischersatzprodukten zu entwickeln, die auch bei Verwendung der viel weicheren pflanzlichen Fette in Konsistenz und Textur den bekannten traditionellen Wurstwaren entsprechen.




