Anhand von sechs Verpackungslösungen wird gezeigt, dass es möglich ist, die hohen funktionellen Anforderungen von Frischfleischverpackungen zu erfüllen und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu erhöhen.
Nachhaltige Verpackung ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen: Nicht nur der Konsumentenwunsch und schärfere gesetzliche Vorgaben treiben den Megatrend voran, sondern auch Brand Owner und Verarbeiter sind sich zunehmend ihrer ökologischen Verantwortung bewusst.
Relevante Entwicklungen im Verpackungsmarkt
Für die Lebensmittelindustrie sind zahlreiche Entwicklungen im Verpackungsmarkt relevant, unter anderem erneuerbare Rohstoffquellen, Reduktion des Verpackungsmaterials, geringere CO2-Emissionen, Recycelbarkeit, Repulpierbarkeit und biologische Abbaubarkeit. Allerdings erhöhen beim Food-Packaging nationale und regionale Unterschiede die Komplexität, sowohl hinsichtlich der Heterogenität der Verpackungsvorlieben als auch beim Reifegrad der Regulatorik und Recycling-Infrastrukturen. Doch ein gemeinsames Ziel eint die Bemühungen über Regionen und Ländergrenzen hinweg: die zirkuläre Verpackungswirtschaft.
Recycelbarkeit bei zuverlässigem Schutz und hoher Ästhetik
Besonderes Augenmerk liegt auf Verpackungsalternativen für sensible Produkte wie Frischfleisch. Herkömmliche Frischfleischverpackungen wie Shrink-Film basieren häufig auf chlorhaltigen Kunststoffen wie Polyvinylidenchlorid (PVDC). Diese schützen zwar vor schnellem Verderben, sind aber bislang nicht recycelbar. Weiterer Nachteil ist die Neigung von PVDC zu gelblichen Verfärbungen, was den Qualitätseindruck der Ware am Point of Sale mindert.
Sechs Innovationen
Die sechs folgenden Innovationen für Frischfleisch schlagen eine Brücke zwischen Nachhaltigkeit und Funktionalität und bieten eine breite Auswahl an umweltfreundlichen Verpackungsideen – auch für regional unterschiedliche Anforderungen.
MAP-Tray mit Gasbarriere aus Ethylen-Vinylalkohol-Copolymeren
Mögliche Struktur für dieses Verpackungskonzept: Polypropylen/Eval EVOH/Polypropylen.
Grundvoraussetzung für das MAP-Verpackungskonzept, bei dem Luftsauerstoff durch Schutzgase ersetzt wird, ist eine hohe Gasbarriere des Materials. Bislang waren bei der Produktion von Trays für MAP Multilayer-Trays aus Polyethylen (PET)/EVOH/PE üblich. Diese sind derzeit mit den vorhandenen Methoden nicht recyclebar.
In Verbindung mit anderen Polyolefinen ist es jedoch mithilfe von Ethylen-Vinylalkohol-Copolymeren (EVOH) nun möglich, nachhaltigere MAP-Trays in Multilayer-Strukturen herzustellen, die problemlos recycelbar sind. EVOH wird dabei in sehr geringen Dicken von wenigen Mikrometern verwendet. Um die Gasbarriere zu verdeutlichen: dass von Kuraray entwickelte Eval bietet bei einer Materialstärke von 1 mm eine Gasbarriere, die mit einer 10 m starken Wand aus PE vergleichbar ist.




