Das 1924 als Wurstfabrik gegründete Traditionsunternehmen mit Sitz im westfälischen Versmold ist tragender Teil der zur Mühlen Gruppe. Es ist Deutschlands führender Hersteller von Geflügelwurst. Gutfried, Menzefricke und Müritzer sind beliebte Marken aus Versmolder Produktion; Böklunder, Redlefsen, Könecke oder Schulte weitere klangvolle Spezialitätennamen aus der Unternehmensgruppe.
Klar ist: Hier geht’s um die Wurst. Und das im ganz großen Stil. So produzieren allein die rund 400 Mitarbeiter bei Nölke monatlich rund 2,5 t Geflügelwurstprodukte erster Güte.
„Wir sind uns der besonderen Verantwortung bewusst, Lebensmittel herzustellen und zu verkaufen. Deshalb fängt Qualitätssteuerung nicht erst bei uns im Betrieb an“, erklärt Werksleiter Karl Selchert. Und Marc Verdirk, Leiter QS/QM bei Nölke, präzisiert: „Die Auswahl hochwertiger, sicherer und einwandfreier Rohstoffe ist der erste Baustein in unserem umfangreichen Qualitätsmanagementsystem. Die Rohstofflieferanten werden nach von uns festgelegten, extrem strengen Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitskriterien ausgewählt und gewissenhaft kontrolliert. Bereits diese gehen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.“
Ebenfalls weit über das Branchenübliche hinaus geht die lange Liste der nationalen und internationalen Standards, nach denen Nölke zertifiziert ist: ISO 9001, HACCP, IFS Food, British Retail Consortium Standard (BRC), Q&S, Halal, RSPO (nachhaltiges Palmöl), ISO 50001 Energie sowie ISO 140001 Umwelt.
Und wie wird die Einhaltung dieser Vielzahl von Normen und Richtlinien kontrolliert? Über ein komplexes System prozesskonzentrierter und -übergreifender Kontrollmechanismen innerhalb der Produktion. Zusätzlich werden alle Fertigprodukte von unabhängigen Sachverständigen untersucht und neutral beurteilt.
„Ein entscheidendes Prozessmedium ist bei uns die Druckluft“, erklärt Heinz Meyer auf der Heide, technischer Leiter der Instandhaltung bei Nölke in Versmold. „Sie dient vorrangig als Steuerluft für unsere Fertigungsanlagen, ist aber auch an einigen wenigen Punkten produktberührend. Daraus resultiert die Forderung nach absoluter Ölfreiheit – mehr noch – nach absoluter Öldampffreiheit der Druckluft. Und zwar lückenlos kontinuierlich. Praktisch in Echtzeit kontrolliert und dokumentiert.“
Anders als Nölke stehen die meisten Unternehmen bei dieser Herausforderung vor einem immensen Problem. Denn die Restölüberwachung in Druckluftanlagen besonders qualitätssensibler Fertigungsabläufe ist bislang eine recht heikle Angelegenheit. Da die gängigen Verfahrensweisen eher einem „Nachkontrollieren“ gleichen als einer vorausschauenden Messstrategie mit zeitnaher Ergebnisausgabe.




